Archiv für die Kategorie ‘Diverses’

Antrittsrede von Nelson Mandela – 1994

Samstag, 20. Februar 2010

Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir der Sache nicht gewachsen sind.
Unsere tiefste Angst ist, dass wir unermesslich mächtig sind.

Es ist unser Licht, das wir fürchten, nicht unsere Dunkelheit.
Wir fragen uns: Wer bin ich denn eigentlich, dass ich leuchtend, hinreißend, begnadet und phantastisch sein darf?
Wer bist Du denn, dass Du das nicht sein darfst?

Du bist ein Kind Gottes. Wenn Du Dich klein machst, dient das nicht der Welt.
Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun, wenn Du Dich einkringelst, damit andere um Dich herum sich nicht verunsichert fühlen.

Du wurdest geboren, um die Ehre Gottes zu verwirklichen, die in uns ist.
Sie ist nicht nur in einigen von uns – sie ist in jedem Menschen.

Und wenn wir unser Licht erstrahlen lassen, geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
Wenn wir uns von unserer Angst befreit haben, wird unsere Gegenwart ohne Zutun andere befreien.

(Nelson Mandelas Geschichte gibts nun im Kino, weitere Infos zum Film: hier)

Coaching und Lebensweisheiten: Eine Sufi Geschichte…

Dienstag, 02. Februar 2010

Die Geschichte von Moses und Khidr
aus : H.B.M. Dervish, Journevs with a Sufi Master, London 1982, pp. 55 – 58
Man sagt, dies sei eine der ältesten und wichtigsten unter den lehrreichen Sufi – Fabeln.

Moses war auf der Reise durch eine Wüste, als er einen Mann sah, den er als Meister Khidr erkannte, der den Ruf hatte, ein geheimnisvoller Engel oder Führer zu sein, der diejenigen Menschlichkeit lehrte, die in Kontakt zu ihm kamen. Der große Sufi Rumi erklärte, daß “Moses” nur ein Name für ein Teil eines jeden Menschen sei; genauso steht “KHIDR” für irgendetwas, das einem wandernden Führer ziemlich ähnlich sieht.

Moses fragte Khidr, ob er ihn auf seiner Reise begleiten könnte, worauf der Meister antwortete, daß er es nur unter dem Vorbehalt könne, daß er keine Fragen stellen dürfe, was immer Khidr auch tun würde.
Der Pakt wurde beschlossen und die beiden wanderten, bis sie zu einem breiten Fluß kamen, den sie ohne ein Boot nicht überqueren konnten. Es gab ein Boot, das einem alten Fährmann gehörte, und es war sein einzigster Besitz, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Khidr versprach, es hinüberzubringen und es auf dem fernen Ufer sicher zu vertäuen.
Als die beiden sicher das Wasser überquert hatten, machte Khidr, wie auch immer, ein Loch in den Boden des Schiffes und versenkte es zur Hälfte in Sichtweite des Fährmanns, der, von dem Paar verlassen, es nicht fassen konnte, weinte und wehklagte.
Obwohl er genug Wahrnehmungsvermögen hatte – im Gegensatz zu den meisten Menschen – um zu erkennen, daß Khidr ein heiliges Wesen war, war Moses unfähig zu verstehen, wie ein spirituelles Wesen und ein Lehrer wie er, auf diese Weise Gutes mit Bösem vergelten konnte. Das sagte er auch. Khidr, wie immer, erinnerte Moses daran, daß er versprochen hatte, keine Fragen zu stellen.
Es ereignete sich nicht viel, bis sie ein Dorf erreichten, in dem sie um einen Schluck Wasser baten. Niemand gab ihnen auch nur einen Tropfen, statt dessen wurden sie von den Bewohnern des Dorfes beschimpft und angeschrien, sie sollten sofort gehen, denn kein Fremder wäre hier willkommen.
Ihr Weg führte sie in die Außenbezirke des Ortes und Khidr hielt plötzlich an einer bröckligen Wand einer Lehmhütte an. Er fragte Moses, ob er ihm helfen wolle, sammelte Lehm und reparierte die Wand.
„Heiliger”, sagte Moses, „ich weiß, daß man seinen Feinden Gutes tun sollte, aber es war sicherlich nicht nötig, so weit zu gehen. Es wäre doch ausreichend gewesen, sich der Beschimpfungen zu enthalten. “. Khidr, wie immer, erinnerte Moses nur an seine Verpflichtung, keine Fragen zu stellen.
Als die beiden Reisenden ein anderes Dorf erreichten, sahen sie einige Kinder auf dem Feld spielen. Khidr schlich sich zu einem der Kinder, packte einen kleinen Jungen, und hielt ihn so, daß das Kind starb.
Dies war der Tropfen, der für Moses das Faß zum Überlaufen brachte.
„Großer und heiliger Khidr”, sagte er, „Ich habe gehört, daß es einen großen Plan gibt und daß Böses geschieht, so daß auch Gutes geschehen kann; aber ich kann es nicht ertragen, es passieren zu sehen. Etwas zu erleben ist nicht dasselbe als nur daran zu denken. Für mich ist das, was Du tust, abnormal und verboten. Ich muß mich von dir trennen, bis Du dich erklärt hast.“
„Ich kann dir selbstverständlich erklären, was ich getan habe, trotz unserer Abmachung”, sagte Khidr. „Aber wenn ich es dir gesagt habe, mußt Du mich sofort verlassen, weil Du damit gezeigt hast, daß Du die Erfahrungen der Sendboten aus der verborgenen Welt nicht ertragen kannst.“
„In jedem Falle werde ich dich verlassen“, antwortete Moses, „all meine Erziehung, die ich hatte, diente dazu, aus mir einen besseren Menschen zu machen, als einen Schurken, einen Mörder und einem, der Gutes mit Bösem vergilt und sie (die Erziehung) lehnt sich gegen das auf, was Du getan hast“.
„Nun höre, Moses, obgleich Du ein guter Mann bist“, sagte der Heilige, „es hat immer eine Bedeutung, weshalb etwas passiert und ein Teil des großen Plans ist nicht vollständig ohne die anderen Teile.“
„Ich selbst arbeite in Übereinstimmung mit einem Plan, den Du nicht siehst. Auch wenn ich nur einen Teil des Plans besitze, kennt nur Gott allein den gesamten Plan. So wie Du ein größeres Wissen hast, als ein völlig Ungebildeter, so habe ich Wissen das größer ist als deins. Dieses Wissen läßt mich Dinge tun und andere nicht tun, und diese Handlungen mögen Dir so verwirrend erscheinen, so wie Du einem völlig Ungebildeten verwirrend erscheinen magst.“
„Ich weiß, zum Beispiel, daß ein Tyrannenkönig auf dem Wege ist, alle Boote zu beschlagnahmen, um seine Armee zu transportieren. Wenn das Boot, das ich beschädigt habe, ganz geblieben wäre, hätten die Sucher es genommen und es wäre niemals mehr an den Fährmann zurückgegeben worden. In seinem hohen Alter wäre er verhungert. Nun werden die Konfiszierer glauben, daß das Boot wertlos ist und es dort zurücklassen. Zur Zeit aber trifft ein bestimmter Zimmermann ein, der das Boot reparieren wird und es dem alten Mann zurückgibt”.
“Und die Mauer, Gutes für Böses zu vergelten – war es bloß eine Geste, um mich etwas zu lehren oder war es etwas, um Verdienste zu erwerben”, fragte Moses, der sich etwas beschämt fühlte.
„Die Menschen, die in diesem Dorf lebten, waren, wie Du dir ja vorstellen kannst, verdorben, gierig und grausam. Es ist ein Topf mit Gold in der Mauer, die der Vater für die Waisenkinder, die dort leben, hinterlassen bat. Die Mauer aber zerbröckelte vorzeitig. Die Kinder sind nicht alt genug, um ihre verfallene Hütte in Besitz zu nehmen, geschweige denn ihr Gold, ihr väterliches Erbe, zu bewachen. Wir haben die Mauer ausgebessert, so daß sie genau bis zu diesem Moment hält, wo die Kinder in der Lage sein werden, ihr Erbe zu beanspruchen und es zu behalten “.
Moses war beeindruckt und begann zu fühlen, daß KHIDR´s Mission tatsächlich etwas ganz besonders Wichtiges war. Aber dann schwamm das Bild des Mordes, der kaltblütigen Tötung eines kleinen Kindes vor seinen Augen. Sicherlich konnte es für solch eine Sache keine einleuchtende Rechtfertigung geben.
„Der Junge wurde getötet, so wie Menschen jeden Alters täglich durch Krankheit, Unfall oder Mord getötet werden,“ sagte der Heilige, „aber in diesem Fall geschah es deshalb, weil es diesem Kind vorherbestimmt war, hätte es weitergelebt, zu einem der größten Übeltäter heranzuwachsen, die jemals gelebt haben. Millionen wären gestorben, die so vielversprechend gewesen wären und ebenfalls geliebt wurden, durch die unvorstellbare Blutgier und Schrecken, die er begangen hätte. “
Moses fiel auf die Knie und weinte: „Heiliger, laß mich dich begleiten! Laß mich meine Unwissenheit und Dummheit wieder gutmachen!“
Aber KHIDR willigte nicht ein und Moses blieb danach innerhalb seines eigenen beschränkten Teils des großen Plans eingesperrt. Viele Menschen glauben, daß Mystiker Menschen sind, die einen Weg zu ihrer eigenen Erlösung folgen, wie in der christlichen Tradition, oder als Lehrer von Jüngern, wie in der indischen Tradition. Aber außer diesen Elementen betonen die Sufis nachdrücklich die weltliche und kosmische Rolle. Sie glauben weitgehend in die mysteriöse Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dieses Planeten verwickelt zu sein.

…und eine weitere Sufi Geschichte gibt es hier.

SO GEHT’S LEICHTER – Einige Lebensweisheiten, die auch einem LifeCoach helfen können

Donnerstag, 28. Januar 2010

„Vollkommenheit entsteht nicht dann, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern, wenn man nichts mehr wegnehmen kann.“ (Antoine de Saint-Exupéry)

„Verbringe nicht die Zeit mit der Suche nach einem Hindernis, vielleicht ist keines da.“ (Franz Kafka)

Haupthindernis auf dem Weg zur Einfachheit:
Zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, scheint verlockend, kann aber leicht scheitern. Schon zwei Ziele können zu komplex sein.

„Für ein Schiff, das seinen Hafen nicht kennt, weht kein Wind günstig.“ (Seneca)

„Wir brauchen auch ein gewisses Maß an Dummheit im Sinne des Verzichts auf Informationen. Sonst können wir zwar alles gut erklären, analysieren. Aber noch nicht die Lösungen für die Zukunft finden.“ (Gerd Binnig, Physik-Nobelpreisträger)

„Wat jestrichen is, kann nicht durchfalln.“, Hauptsätze, Hauptsätze, Hauptsätze

„Kontinuierliche Verbesserungen sind besser als hinausgezögerte Vervollkommnung.“ (Mark Twain)

den Sinn verstehen, Ziele konkretisieren, ANFANGEN-PROBIEREN, anschließend verbessern

nicht allen alles bieten, sondern wenigen weniges, das Wesentliche im Überfluß

Wenn es schwer wird – wenn Sie unsicher sind, dann beherzigen Sie die Weisheit:
ES GIBT IMMER EINE ANDERE MÖGLICHKEIT

…und vielleicht kann ein guter Coach helfen…wenn man will…
und: Will die Welt gecoacht werden? Einen Arktikel dazu finden Sie hier.

Coaching und Bewusstsein – ein Experiment

Dienstag, 01. Dezember 2009

Als Coach ist es unabdingbar, den Klienten in seiner Ganzheit zu sehen. Oft stecken hinter bekannten Problemen und Blockaden noch andere Themen. Oft ist das genannte Problemthema nur ein Symptom mit einer tieferliegenden Ursache. Das zu erkennen, ist Aufgabe des Coaches. Dabei ist es wichtig, wirklich genau hinzusehen, blinde Flecken zu vermeiden und mit voller Aufmerksamkeit das gesamte Feld einsehen zu können.
Eine unterhaltsame Untersuchung zeigt, wie unsere Aufmerksamkeit auch mal nicht funktioniert. Das folgende Experiment betrachtet das Phänomen der Unaufmerksamkeitsblindheit.
Hier geht’s zum Experiment.

Angst vor dem Unbekannten – ein Life Coach packt aus…

Mittwoch, 23. September 2009

Wenn sich eine Tür schließt, geht irgendwo eine andere auf…
Wie oft habe ich diese Weisheit schon meinen Klienten verkündet. Bis dahin arbeitete ich für eine Firma und bekam dadurch monatlich ein sicheres Gehalt. Zwar war ich selbständig und hatte regelmäßig auch andere Aufträge, gab Seminare und Einzelcoachings, jedoch gab es diese finanzielle Sicherheit durch besagte Firma. Schon lange war mir klar, dass dieser Auftrag nicht mehr passt, sich einfach nicht mehr gut anfühlt, mir nicht mehr gut tut. Mit Widerstand und hohem Krafteinsatz konnte ich diese Sicherheit noch mehrere Jahre aufrechterhalten, Spaß machte es nicht. Irgendetwas in mir wollte schon längst kündigen, sich ganz meiner Berufung, dem Coaching widmen. Zu dieser Zeit fanden recht wenig Klienten zu mir als Coach. Ich brauchte ja auch viel Aufmerksamkeit für dieses Unternehmen, es war immer in meinen Gedanken. Ich machte irgendwie alles, aber nichts richtig, das war sehr anstrengend und nicht sonderlich erfolgreich. Warum blieb ich solange in diesem Spagat? Ich hatte Angst. Mein Plan war, während der Arbeit für die Firma, mein Coach-Dasein zu etablieren und erfolgreich zu werden. Nun ja, erfolgreich mit einem Bruchteil meiner Energie??? Das funktionierte nicht und ich brauchte lange, um das zu begreifen. Manchmal ist es nötig, zuerst etwas loszulassen, damit wieder genug Platz für Neues entsteht. Erst dann kann das Neue kommen. Das Neue konnte ich in dieser Misere aber noch nicht erkennen, deshalb diese Angst.
Dann bin ich gesprungen.
Es fühlte sich frei, freudig, leer, beängstigend, panisch und wieder unglaublich frei an, wie neugeboren und total unsicher. Wie sollte ich so plötzlich meine Existenz aufbauen? Wie soll das funktionieren?
Eine Woche später kamen die ersten größeren Coaching-Aufträge und neue Klienten. Es war fast magisch. Und das Beste: Ich richte jetzt all meine Energie und Aufmerksamkeit aufs Coaching, denn das macht mir Freude, darin bin ich richtig gut und das ist es, was ich wirklich, wirklich will.
Und jetzt weiß ich, dass es stimmt:
Wenn sich eine Tür schließt, geht irgendwo eine andere auf…

Meine Tür steht ihnen bereits offen: www.lifecoach-berlin.de

Ein ähnlicher Beitrag kommt zu folgenden Schluss: Zu neuen Ufern kommt man nur, wenn man die alten verlässt. Zum Artikel.